Weniger Abgaben an die Ausfallfonds, mehr Geld für die Hochschulen
Das Ministerium für Innovation. Wissenschaft, Forschung und Technologie senkt Abführungsquoten aus den Studienbeiträgen für Ausfallfonds um 4 Prozent. Aus dem Fonds werden hauptsächlich Darlehen derjenigen BAföG-Empfänger getilgt, die aufgrund der bundesweit niedrigsten Kappungsgrenze keine oder nur einen Teil der eigentlich angefallenen Studienbeiträge zurückzahlen müssen.
Durch die Senkung der Abführungsquoten steht den Hochschulen ab sofort mehr Geld für Lehre und Forschung zur Verfügung. Es sei wichtig den Hochschulen auf lange Sicht Planungssicherheit bieten zu können, so Innovationsminister Andreas Pinkwart.
KFH NW als familiengerechte Hochschule ausgezeichnet
Die Katholische Fachhochschule Nordrhein- Westfalen erhält von der gemeinnützigen Gesellschaft Berufundfamilie mbH Auszeichnung für Familienfreundlichkeit. Das Zertifikat „familiengerechte Hochschule“ bestätigt das besondere Angebot der Hochschule in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Studium.
Dort können Studierende mit Kindern eine Befreiung von Studiengebühren beantragen. Auch bei der Prüfungszeit würden die besonderen Bedingungen der Studierenden mit Kindern berücksichtigt. Außerdem hätten Studierende oder Mitarbeiter mit schulpflichtigen Kindern wenigstens drei Wochen gemeinsame Ferienzeit, erläutert die Gleichstellungsbeaftragte Prof. Dr. Barbara Krause.
Bei den Hochschulebeschäftigten der Katholischen Fachhochschule sind rund 80 Prozent des wissenschaftlichen Personals und 60 Prozent des nicht-wissenschaftlichen Personals neben ihrem Beruf noch in Familienpflichten eingebunden.
Mehrere Tonnen Antibiotika landen auf auf dem Ackern
Mehrere Tonnen Antibiotika landen jedes Jahr mit der Gülle auf den Feldern. Sie werden an Nutztiere wie Schweine, Rinder oder Geflügel verabreicht, die zu 90 Prozent unverändert wieder ausgeschieden werden.
Deutsche Wissenschaftler untersuchen nun was mit den Medikamenten auf den Feldern passiert. Wie Bodenproben zeigen, bleibt ein kleiner Teil der Tierarzneien in mikroskopisch feinen Poren eingeschlossen. Dieser Anteil der Arzneien könne vermutlich viele Jahre dort überdauern, erklärt der Bonner Bodenkundler Professor Dr. Wulf Amelung. Biologisch aktiv scheinen die Substanzen in dieser Form jedoch nicht mehr zu sein. Die Bonner Wissenschaftler werden nun unter anderem untersuchen, ob die Antibiotika aus den Bodenproben wieder freigesetzt werden können.
Neue Erkenntnisse in Diabetesforschung
Professor Achim Peters von der Universität Lübeck hat in Diabetesforschung neue Erkenntnisse in Bezug auf die Ursachen der Erkrankung gewonnen. Demnach ist der Grund für Diabetes mellitus Typ 2 nicht, wie bisher angenommen der zunehmende Wirkungsverlust des Hormons Insulin. Sondern die Unfähigkeit des Gehirns sich der körpereigenen Zuckerkapazität zu bedienen. Das Gehirn fordert mehr Energienachschub an, als für den Körper erforderlich ist. In diesem Zusammenhang sprechen die Lübecker Erxperten vom eigennützigen Gehirn, englisch „Selfish Brain“.
Durch neu gewonnene Erkenntnisse hoffen die Forscher neuartige Therapiekonzepte zu entwickeln, um solche Erkrankungen wie Adipositas und Diabetes Typ 2 zu verhindern.
Handgreiflichkeiten während einer Feier an der Universität Bielefeld
An der Universität Bielefeld kam es am Mittwoch während der Festveranstaltung zur geförderten Spitzenforschung zu einem bis heute noch nicht aufgeklärten Vorfall. Die Veranstaltung wurde von heftigen Protesten der Studierenden gegen den Hochschulrat begleitet. Dabei habe ein geladener Professor einen Studenten angegriffen und ihn zu Boden geworfen, erklärt der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Bielefeld. Den Vorfall können jedoch nur wenige bezeugen. Auch die Universität Bielefeld weist diese Vorwürfe zurück.
Die angeblich ausgesprochene Drohung von einem Demonstranten gegen Uni- Rektor Dieter Timmermann, soll hingegen von mehreren Augenzeugen bestätigt worden sein.