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Der Hörsaal


[Foto: Pink Dispatcher, by-sa]

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Du hast Lust auf Wissen und Unterhaltung, aber keine Lust dicke Wälzer zu lesen? Dann haben wir genau das Richtige für Dich:

Hertz 87.9 sendet regelmäßig Vorträge und Diskussionsrunden, die zuvor in und um die Universität Bielefeld herum aufgezeichnet wurden. Der Hörsaal bietet Dir zum Beispiel wissenschaftliche Vorträge (unter anderem vom Forum Offene Wissenschaft), hochschulpolitische Diskussionsrunden, Podiumsdiskussionen oder gesellschaftspolitische Vorträge.


Der Hörsaal auf Hertz 87.9 -
montags, dienstags und mittwochs um 16:00 Uhr


ARCHIV 2009 | 2008 | 2007



Der Hörsaal vom 15.03.10 bis 21.03.10

Im vergangenen Sommersemester veranstaltete die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft eine Vorlesungsreihe, die sich mit dem Medium Film im Literaturunterricht beschäftigte. In der Fachdidaktischen Ringvorlesung sollten “Neue Ansätze zum filmischen Erzählen” erarbeitet und vorgestellt werden. Wir wiederholen diese Woche noch mal ein paar Highlights der Reihe.


Vorgeschichten: Narrative Bildverdichtungen in den Filmen Christian Petzolds und Möglichkeiten ihrer didaktischen Vermittlung

Mittwoch, den 17. März 2010 um 16 Uhr

Der Deutsch-Unterricht in der Schule ist nicht das beliebteste Fach. Da freuen sich viele Schüler, wenn zwischendurch mal ein Film gezeigt wird. Leider sitzt an dieser Stelle auch genau das Problem für den Film an sich: Er dient als Methode, den Unterricht attraktiver zu gestalten, kommt bei der Analyse aber zu kurz. Oft wird nur sein Inhalt thematisiert, nicht aber seine Methoden. Dabei bietet die Filmwissenschaft zahlreiche Ansätze zur didaktischen Aufarbeitung. Diese stellt Dr. Nicole Colin von der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld in ihrem Vortrag vor. Für ihre Ausführungen vom 25. Mai 2009 verwendet sie Christian Petzolds Film „Yella“.


Wo beginnt die Filmerzählung? Warum die Ursprünge des Kinos eine Basis für die Filmvermittlung sein können

Dienstag, den 16. März 2010 um 16 Uhr

Der Kunst- und Kommunikationswissenschaftler und Germanist Peter Ellenbruch sowie die Historikerin Dr. Nia Perivolaropoulou von der Universität Duisburg-Essen stellten am 22. Juni 2009 ihr filmdidaktisches Konzept vor. Ellenbruch und Perivolaropoulou rücken in ihren Ausführungen das Kino ins Zentrum ihrer Untersuchungen und beschäftigen sich hier vor allem mit dem frühen Film zwischen 1895 und 1910. Ein Problem des Germanistikunterrichts ist unter anderem die Wahrnehmung des Kinos als triviales Unterhaltungsmedium und somit keine genügende analytische Distanz seitens der Studierenden.


“… dass man kein Kind mehr ist.” Initiationen in Francois Truffauts Film “Quatre Cent Coups” (1959) und in Marie Luise Kaschnitz´ Kurzgeschichte “Popp und Mingel” (1960)

Montag, den 15. März 2010 um 16 Uhr

Initiation ist aus dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet so viel wie “Einweihung”. Gemeint ist der rituelle Eintritt in ein neues Lebensstadium bzw. die Übergangszeit von einem zum nächsten Lebensabschnitt. Dabei handelt es sich um Wendepunkte in der Entwicklung eines Menschen, die sein Leben und seinen gesellschaftlichen Status von Grund auf verändern, z.B. die Pubertät. Prof. Dr. Elisabeth Paefgen von der FU Berlin sprach am 20. Juli 2009 über literarische und filmische Umsetzungen des Themas anhand zweier Geschichten und die Anwendbarkeit bzw. den Umgang mit dem Thema im Unterricht.



Der Hörsaal vom 08.03.10 bis 14.03.10

Unter Globalisierung versteht man den Prozess der zunehmenden weltweiten Verflechtung in allen Bereichen - also Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation etc. Diese Intensivierung der globalen Beziehungen geschieht auf der Ebene von Individuen, Gesellschaften, Institutionen und Staaten. Als wesentliche Ursachen der Globalisierung gelten der technische Fortschritt, insbesondere in den Kommunikations- und Transporttechniken, sowie die politischen Entscheidungen zur Liberalisierung des Welthandels. Bei uns gibts diese Woche drei Vorträge zum Thema Globalisierung.


Die Bedrohung der kulturellen Vielfalt durch die ökonomische Globalisierung

Mittwoch, den 10. März 2010 um 16 Uhr

Unser letzter Vortrag der Themenwoche Globalisierung wurde am 04. Juli 2005 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Forum Offene Wissenschaft von Heinrich Bleicher-Nagelsmann vom deutschen Kulturrat gehalten. In seinem Vortrag befasst er sich mit dem Projekt einer Unesco Kulturkonvention. Thema beim Forum Offene Wissenschaft war damals “Leben in kultureller Vielfalt”.


Wirtschaftseliten zwischen Globalisierungsdruck und sozialer Verantwortung

Dienstag, den 09. März 2010 um 16 Uhr

Haben große Wirtschaftsunternehmen soziale Verantwortung und in wie weit lässt sich diese zu Zeiten der Globalisierung umsetzten? Mit dieser Frage befasst sich der Bielefelder Professor Dr. Peter Imbusch in seinem Vortrag vom 29. Mai 2006. Der Vortrag stammt aus der Vortragsreihe Forum Offene Wissenschaft.


Überformung regionaler Eigenarten durch Globalisierung – am Beispiel von Sprachen

Montag, den 08. März 2010 um 16 Uhr

Prof. Dr. Kummer und Prof. Dr. Gibbon zeigen in ihrem Vortrag welchen Einfluss die Globalisierung auf die Sprache hat. Der Vortrag wurde am 14. Januar 2008 im Rahmen des Forum Offene Wissenschaft gehalten. Das Thema der Vortragsreihe lautete im WS 2007/2008 “Eine Welt für Alle - Weltgesellschaft: Institutionen, Probleme - Lösungen?”.



Der Hörsaal vom 01.03.10 bis 07.03.10

Vom Nutzen und Nachteil der (Medien-) Öffentlichkeit für die Politik

Mittwoch, den 03. März 2010 um 16 Uhr

Im Wintersemster 2002/2003 fand hier an der Uni Bielefeld eine Ringvorlesung mit dem Titel “Medien: Interdisziplinär” statt. Damals wurde gerade der neue Masterstudiengang “Interdisziplinäre Medienwissenschaft” geplant. Um darauf hinzuweisen, wurde die Ringvorlesung von der Arbeitsgruppe Medienstudien organisiert und durchgeführt. Es ging um Themen wie Medien-Ethnografie, Medien im Kontext von Globalisierung und Kultur, simulierte Kommunikation, Text im digitalen Medium, Medienpädagogik etc. Am 23. Januar 2003 sprach Prof. Dr. Friedhelm Neidhardt vom Wissenschaftszentrum Berlin zum Thema Medien und Politik.


Medienberichterstattung über Humangenomforschung. Eine Analyse der Berichterstattung US-amerikanischer und deutscher Printmedien von 1999 bis 2001

Dienstag, den 02. März 2010 um 16 Uhr

Prof. Jürgen Gerhards und Mike Steffen Schäfer von der Freien Univeristät Berlin analysierten die Berichterstattung in den Printmedien zum Thema Humangenomforschung. Welche Auswirkungen sie auf die Öffentlichkeit hat, erfahrt ihr also am Dienstag hier im Hörsaal. Der Vortrag wird von Prof. Holger Wormer von der Süddeutsche Zeitung kommentiert. Er stammt aus einem Workshop zum Thema “Research in the Headlines. Bio-Medicine and Techniques of Reproduction in the Media”, der vom 20. bis zum 22. April 2005 am Zentrum für interdisziplinäre Forschung stattfand.


Strukturwandel der Öffentlichkeit – Die Rolle der Medien in der Demokratie

Montag, den 01. März 2010 um 16 Uhr

Prof. Dr. Tillmann Sutter informiert im heutigen Hörsaal über den Themenkomplex Medien, Öffentlichkeit und Demokratie. In seinem Vortrag vom 30. Oktober 2006 geht Sutter kritisch auf die Funktion der Massenmedien ein, die in unserer Gesellschaft ein zentrales Meinungsbildungsinstrument geworden sind. Ein Vortrag aus der Reihe Forum Offene Wissenschaft, die im Wintersemester 2006 die Demokratie im Fokus hatte: “Was wird aus der Demokratie, was soll aus ihr werden?”



Der Hörsaal vom 22.02.10 bis 28.02.10

“Wes Brot ich ess”!? Wege und Folgen der Forschungsfinanzierung in Deutschland

Mittwoch, den 24. Februar 2010 um 16 Uhr

Am 07. Dezember 2009 sprach der Soziologe Prof. Dr. Peter Weingart im Rahmen der Veranstaltungsreihe Forum Offene Wissenschaft. Der Titel legt die Annahme nahe, dass der Staat und die Wirtschaft der Wissenschaft vorgeben, was sie zu forschen hat. Ganz so einfach ist es aber nicht; die Wissenschaft produziert neues Wissen, von dem niemand vorher weiß, wie es aussieht. Das ist das Wesen von Forschung und Innovation. geld wirkt zunächst nur selektiv; es entscheidet darüber, in welchen Bereichen geforscht wird. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Wissenschaftspolitik und die Formen der Forschungsfinanzierung.


Verantwortung der Wissenschaft für ihre Folgen: Wie kann sie im Verhältnis von Fachwissenschaft und Politik wahrgenommen werden?

Dienstag, den 23. Februar 2010 um 16 Uhr

1957 verweigerten führende Physiker in der “Göttinger Erklärung” ihre Bereitschaft, an der geplanten atomaren Aufrüstung der Bundesrepublik teilzunehmen. Als unverhältnismäßiger Übergriff in die Politik kritisiert, war dies eine Weichenstellung und Wegweisung für wissenschaftliche Verantwortung. Zahlreiche ähnliche Beispiele gibt es in der Wissenschaftsgeschichte; z.B. die Konferenz der Gentechnologen von 1975 oder die Einrichtung der Strahlenschutzkommision. Zudem gibt es seit längerer Zeit Ansätze, wissenschaftliche Methoden der Abschätzung und Bewertung von Folgen neuer Technologie zu entwickeln (Technikfolgenforschung). Die Wissenschaft versucht also, Verantwortung für die Folgen der Wissenschaft wissenschaftlich wahrzunehmen, weil sie dies am besten kann - aber reicht das? Dieser Frage ging der Bielefelder Soziologe Prof. Dr. Wolfgang Krohn in seinem Vortrag vom 30. November 2009 nach.


Exzellenzinitiativen, Elitehochschulen, Rankings:
Wie verändern sie den Wissenschaftsbetrieb?

Montag, den 22. Febuar 2010 um 16 Uhr

Die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen zielt darauf ab, gleichermaßen Spitzenforschung und die Anhebung der Qualität des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Deutschland in der Breite zu fördern und damit den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbar zu machen. Doch wie verändern diese Förderungen den allgemeinen Betrieb an den Hochschulen? Diese Frage stellte sich Prof. Dr. Werner Sesink vom institut für Allgemeine Pädagogik an der TUDarmstadt am 16. November 2009. Wenn ihr also wissen wollt, wie es um unsere Unis steht, schaltet ein zum Hörsaal auf Hertz 87.9



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